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Unterwegs zur neuen Schöpfung
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Artikelverzeichnis
- Profil
1. Ruf und Antwort zur Umformung des Lebens
2. Alpha und Omega
3. Die Allerheiligste Jungfrau Maria,
Miterlöserin der Menschheit
4. Den Tod und das Reich des Todes durchqueren und besiegen
5. Die intime Beziehung mit Gott
6. Geheiligt in der Wahrheit
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Profil
Im Jahr 2008 hat der italienische Verlag „Luci dell’Esodo“ ¹ mein Buch mit dem Titel „Über die große Barriere hinaus“ ² veröffentlicht. In diesem Buch habe ich außergewöhnliche Erfahrungen, die ich seit meiner Kindheit mache, zusammengefasst. Durch sie wollte mir der Herr, gemeinsam mit anderen von ihm auserwählten Werkzeugen, vieles über seinen göttlichen Plan, alle Dinge im Himmel und auf Erden in Christus zu vereinen, erklären. Es handelt sich nicht einfach um eine Sammlung von Botschaften himmlischen Ursprungs, es geht viel mehr darum, einen ganz präzisen Plan Gottes vorzustellen, in dessen Zentrum Jesus Christus steht, auf den die ganze Schöpfung hinstrebt. Dieser Plan ist dazu bestimmt, die ganze Menschheit miteinzubeziehen, Lebende und Verstorbene nicht nur auf der Erde, sondern auch auf anderen Planeten, wo mir gezeigt wurde, dass andere Menschen existieren, die nach dem Ebenbild Gottes geschaffen sind und die, wie wir, gerufen sind, ein einziges Volk zu bilden, das Volk Gottes.
Ich möchte mich euch kurz vorstellen: ich wurde am 19. Jänner 1959 in Genua in einer katholischen, ihren Glauben praktizierenden Familie geboren. In der Jugend nahm ich an verschiedenen kirchlichen Bewegungen Teil, indem ich als Volontärin arbeitete und den Katechismus unterrichtete. Als diplomierte Rechtswissenschafterin habe ich einige Jahre in der öffentlichen Verwaltung gearbeitet. Im Jahr 1994 habe ich mich entschieden, alles hinter mir zu lassen, um mich ganz Gott und Seinem Werk zu weihen, indem ich Ihm die von Ihm erhaltenen Gaben zur Verfügung stelle. Die außergewöhnlichen Erfahrungen die ich lebe, geschehen durch innere Lokution und Visionen, in denen ich vom Herrn selbst oder von seinen Werkzeugen Erklärungen erhalte. Ich möchte mich hier nicht länger bei meiner Person aufhalten, da sie in keiner Weise im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen soll. Außerdem habe ich in der Einleitung des Buches ausführlich über meine Erfahrungen und die Gründe gesprochen, die mich zum Schreiben veranlasst haben und darauf möchte ich verweisen. Mein Buch „Über die große Barriere hinaus“ hat bei den Lesern großen Anklang gefunden und ist für viele eine wertvolle Hilfe auf dem Weg des Glaubens, wie die vielen Briefe und e-Mails, die mich erreicht haben, zeigen. Dafür danke ich Gott und den Lesern.
Ich möchte euch nun diese neue Publikation mit dem Titel „Unterwegs zur neuen Schöpfung“ ³ vorstellen. Warum eine neue Monatsschrift?
- Weil ich mit diesem Werkzeug, gemeinsam mit den Mitarbeitern des Verlags „Luci dell’esodo“ und deren wertvollen Hilfe, den Anfragen entgegenkommen möchte, die ich von vielen Lesern des Buches „Über die große Barriere hinaus“ bekommen habe, die die Inhalte des Buches vertiefen möchten.
- Als Versuch, möglichst klar einen Glaubensweg zu skizzieren, der dahin führen soll, dass sich die Versprechen Gottes für unser Leben verwirklichen und der gleichzeitig die tragende Achse der Botschaft des Buches ist.
- Weil ich im letzen Kapitel des Buches von der Erde wie von einem großen Szenario gesprochen habe, in dem sich alle Ereignisse abspielen werden, die die ganze Menschheit, die das Universum bewohnt, betreffen. Vom Jahr 2008 an als ich diese Dinge geschrieben habe bis heute, hat Gott viele andere Dinge getan. Sein Wirken ging und geht still in den Seelen der Menschen vor sich und macht den Menschen zu einem würdigen Mitarbeiter am Werk Gottes. Ich möchte euch helfen, das Wirken Gottes für uns, in diesem Moment unserer Geschichte, zu verstehen.
- Schließlich um euch zu helfen, im Glauben weiter zu gehen, im Licht all dessen, was mir erklärt wurde, was ich in meinen Erfahrungen erlebt und gesehen habe. Ich möchte klarstellen, dass ich mich nicht als geistige Führerin von irgendjemand halte. Ich beschränke mich darauf, meine Erfahrung als Beitrag zum Glaubensweg des Volkes Gottes einzubringen. Mit Hilfe dessen, was ich erhalten habe und verstehen konnte, werde ich versuchen, euch die inneren Schritte zu zeigen und die Ereignisse, die die Menschheit betreffen, indem ich sie so im Licht Gottes betrachte, wie sie mir erklärt werden.
Vielleicht werdet ihr euch fragen, warum der Titel „Unterwegs zur neuen Schöpfung“? Weil es in allen meinen Erfahrungen einen gemeinsamen Nenner gibt, einen Punkt von grundlegender Bedeutung, und zwar: neues Geschöpf werden. Gott ist dabei, jeden Menschen und die ganze Schöpfung zu dieser neuen Dimension hinzuführen. Der Weg des Glaubens führt uns notwendigerweise dahin, in einem ständigen Prozess der Umwandlung zu leben, von Etappe zu Etappe, bis wir das endgültige Ziel, ein neues Geschöpf zu sein, erreichen.
Ich bin mir der Größe dessen bewusst, was ich bis jetzt behauptet habe und der Ziele, die ich mir gesetzt habe, mit einem im Grunde genommen so einfachem Werkzeug wie dieser Publikation. Ich erkenne auch meine Grenzen als Geschöpf. Dennoch halte ich es für möglich, dass mit der Hilfe Gottes, mit eurer Unterstützung und euren Gebeten, sowie mit der Gemeinschaft, die sicher zwischen uns entstehen wird, diese Ziele erreicht werden können. Ich glaube wahrhaftig, dass wir sie gemeinsam erreichen können. Jesus hat gesagt: „Alles kann, wer glaubt.“ (Mk 9,23).
In jeder Aktualisierung der Monatsschrift werde ich einen Artikel über ein Thema zur Verfügung stellen, mit einer meiner Erfahrungen, zum Beispiel einer Botschaft oder der Beschreibung einer Vision, die das jeweilige Thema betrifft. Wenn der Artikel in euch besondere Fragen hervorruft, könnt ihr mir gerne schreiben. Die interessantesten Fragen, die von allgemeinem Interesse sind, werden in der darauffolgenden Nummer mit den Antworten veröffentlicht. Ich denke, dass dies eine gute Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch und Wachsen sein kann. Ich möchte aber gleich vorweg sagen, dass ich nicht auf Fragen die eure persönlichen Situationen betreffen antworten werde, weil dies nicht der richtige Ort dazu ist. Noch weniger möchte ich mit jenen diskutieren, die mir nicht beistimmen. Ich persönlich denke, dass Diskussionen um des Diskutierens willen, ein Zeit- und Kraftverlust sind und ziehe deshalb einen offenen und aufrichtigen Dialog vor. Ich bin mir bewusst, dass die Erfahrungen die ich lebe, nicht mit Hilfe menschlicher Logik analysiert werden können und entgleiten, um es so auszudrücken, der unbeugsamen Kontrolle der Rationalität. Jedem Einzelnen bleibt nur der Glaube und die Freiheit des Gewissens, um solche Erfahrungen anzunehmen oder nicht. Und trotzdem steht über all unseren Bewertungen und Meinungen immer die Liebe, die den anderen in seiner Originalität mit Respekt annimmt, ohne dabei in unnütze Polemik zu verfallen.
Am Ende dieser Vorstellung danke ich euch für die bisher geschenkte Aufmerksamkeit und versichere euch meinerseits mein Gebet.
Ich grüße euch herzlich in Christus und wünsche euch alles Gute.
Stefania Caterina
¹ „Lichter des Exodus“
² Der Originaltitel des italienischen Buches ist „Oltre la grande barriera“. Das Buch ist bisher noch nicht auf Deutsch erschienen.
³ Der Name der Website in italienisch ist „Verso la nuova creazione“
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Geheiligt in der Wahrheit
24. Juni 2010
Liebe Leser, aufs Neue sind wir beisammen. Ich hoffe, es geht euch gut und ihr seid glücklich in Gott. In diesem Monat möchte ich euch jene Worte weitergeben, die mir der Heilige Geist in Bezug auf die Weihe mitgeteilt hat. Wenn wir von der Weihe sprechen, denken wir spontan an Priester oder Ordensleute. In Wirklichkeit ist jeder von uns berufen, sich Gott zu weihen. Diese Weihe besteht nicht so sehr in einer bestimmten Lebensform als vielmehr in einem inneren Zustand der Person, die sich dem Herrn hingibt, unabhängig von der Realität in der sie lebt. In diesem Sinn sind all jene Geweihte, die aufrichtig wünschen, Gott anzugehören und sich seinem Willen überlassen. Die Weihe seiner Selbst ist der Nährboden, aus dem jede Berufung sprießt, ob Ehe, Priestertum, Ordensleben, usw. Jene, die sich entscheiden, ihr Leben in die Hände Gottes zu legen, indem sie jeden Egoismus loslassen, um dem Weg Jesu zu folgen, werden vom Herrn angenommen als seine Geweihten. Gott macht keine Unterschiede zwischen den Personen, er nimmt mit Liebe die Gabe eines jeden an.
Erschrecken wir also nicht, denn es wird nicht von uns verlangt, große Dinge zu tun oder erhabene Reden zu halten, um Gott zu gefallen. Es wird von uns nur verlangt, voller Vertrauen zu sein wie Kinder, ohne Arglist, die an die Güte ihres Vaters glauben und sich ihm anvertrauen mit der Gewissheit, dafür nur Gutes und Glück zu erhalten. Wenn wir das tun, werden wir von Gott verwandelt und nehmen an seinem Werk der Erlösung teil. Ja, der Herr braucht solche Geweihte, um der Menschheit zu helfen, um ihr eine andere Lebensweise zu zeigen, um jedem Menschen guten Willens den Weg der Hoffnung zu öffnen.
Hier also die Worte des Heiligen Geistes. Ich wünsche euch, dass ihr durch sie Licht und Kraft erhaltet. Ich grüße und umarme euch alle in Christus
Botschaft des Heiligen Geistes vom 18.5.1999
„Ihr habt im Evangelium diese Worte Jesu gelesen: „Und ich heilige¹ mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.“ (Joh 17,19-20). Jesus sprach vom Opfer, das jeder Christ aus seinem eigenen Leben machen soll und das jeden Christen zu einem authentischen Geweihten macht. Leider sind nicht alle Christen geweiht und nicht alle, die sich als Geweihte bezeichnen, sind es in der Wahrheit. Das beleidigt Gott, denn ihr Opfer ist unrein. Das unreine Opfer ist ärger als die Lüge. Wer sagt, sich Gott aufzuopfern und dann nicht in der Wahrheit lebt, sondern in der Dunkelheit, ist ärger als jene, die sich für die Dunkelheit entscheiden. So hat es Judas getan und so fahren auch andere fort, es ihm gleichzutun.
Durch das Opfer des Lebens seid ihr Gott geweiht. Dieses Opfer muss in der Wahrheit geschehen, nicht aber in eurer Wahrheit, der eures Ichs oder eures Verstandes sondern in der Wahrheit Gottes. Es muss also ein Opfer nach dem Willen Gottes sein, nach dem, was für jeden von euch vorgesehen ist. Viele nämlich möchten das erhalten, was nicht für sie vorgesehen ist. Sie möchten bestimmte Charismen besitzen und letztlich auch Gott. Das lässt euch aus der Wahrheit heraustreten, denn Gott gibt jedem, je nach der Gnade, nach den Möglichkeiten und den Fähigkeiten des Einzelnen, und alles tut er mit Liebe und aus Liebe, mit Aufmerksamkeit jeder Seele gegenüber. Die Wahrheit Gottes besteht in dem, was für jeden von euch vorgesehen ist. In dieser Wahrheit könnt ihr euch authentisch weihen und euer Leben Gott zur Verfügung stellen, damit er seine göttlichen Pläne in euch verwirklicht. Wenn ihr hingegen die Ambitionen, die menschlichen Wünsche, die persönlichen Interpretationen des Willen Gottes ins Zentrum stellt, wird eure Weihe außerhalb der Wahrheit sein, sie wird nur ein Mittel sein, um eure Erwartungen zu realisieren, auch wenn ihr meint, von einem großen Glauben angetrieben zu sein. Es gibt in vielen die sich Geweihte nennen, kranken Bestrebungen, da sie sich auf ihre Weise weihen, um etwas von Gott zu erhalten, und das ist Ehrgeiz.
Wenn ihr in der Wahrheit Gottes lebt, werdet ihr wahrhaftig Geweihte sein. Nicht einmal der Böse wird euch schaden können, denn er wird in euch nichts finden können, woran er sich klammern kann. Satan versucht nämlich, euch aus der Wahrheit herauszubringen, heraus aus dem Plan Gottes. Er versucht, euch vom göttlichen Willen abzulenken, indem er eure Ambitionen nährt und eure Schwächen ausnützt, um euch aus der Wahrheit herauszureißen. Wenn ihr aber mit ganzer Seele möchtet, dass sich an euch nur die Wahrheit Gottes verwirklicht, dann kann euch Satan nicht anrühren.
Ich lade euch ein, darüber nachzudenken, ob in euch alles in der Wahrheit ist, ob jeder Schritt, jeder Wunsch, jedes Gebet in der Wahrheit Gottes steht, im Plan Gottes für euch, der eure Wahrheit ist, die Wahrheit eures Seins.
In der Wahrheit geheiligt, geweiht zu sein, bedeutet, alles zu verlassen. Jesus hat euch eingeladen, alles zu verlassen (Mk 10,17-27 und Mk 10,28-31). Leider wird diese Einladung von vielen von euch auf einer rein materiellen Ebene gesehen, so, als habe euch Jesus einfach befohlen hinzugehen, eure Güter zu verkaufen, in einer Art von Verhandlung, um eure Angelegenheiten in Ordnung zu bringen und ihm dann nachzufolgen. Nein, es geht nicht darum! Alles zu verlassen bezieht sich auf das, was in euch ist, auf eure menschlichen Sicherheiten, auf die bequemen Entscheidungen, auf die Kompromisse, auf die ihr oft zurückgreift, wenn die Wahrheit Gottes mit eurer Wahrheit nicht vereinbar ist, wenn die Wünsche Gottes euren entgegengesetzt sind, wenn ihr eine Gefahr für euren guten Ruf wahrnehmt. All das ist gefährlicher als die materiellen Reichtümer.
Viele meinen, sich Gott geweiht zu haben, weil sie irgendein materielles Gut losgelassen haben, aber sie täuschen sich, denn sie haben nicht ihre innere Welt verlassen, die sie dazu bringt, das Vertrauen mehr in die Menschen und in die Dinge der Erde zu setzen als in Gott. Der Geist der Welt folgt manchmal auch den Ordensleuten bis hinter die Klostermauern, er breitet sich wie ein Virus unter den Christen aus und verdirbt das Volk Gottes. Daraus entstehen für die Gläubigen viele Übel: der Mangel an Gebet, an Glauben und Hingabe an Gott, zuviel Rationalität, leere Worte, unnütze Predigten.
Als Jünger Christi wird von euch in besonderer Weise verlangt, alles zu verlassen. Wer sich dem Vater durch den Sohn im Heiligen Geist aufopfert, kann nichts besitzen: da er das eigene Leben hingegeben hat, hat er Gott alles geschenkt. Wer hingegen eine Sicherheit besitzt, die sich nicht ausschließlich auf Gott stützt, besitzt etwas und das bedeutet, dass er nicht alles losgelassen hat. Wer nicht alles verlassen hat, kann nicht alles geben.
Auf dem Weg der wahren Weihe gehen die, die wirklich alles verlassen haben und die bereit sind, nicht auf etwas zu hoffen, das den menschlichen Augen sichtbar ist, sondern auf etwas, das nur mit den Augen des Glaubens erfassbar ist. Hier seid ihr gerufen eure Netze auszuwerfen (Lk 5, 5) und ins Unbekannte zu gehen. Damit euch das gelingt, könnt ihr nur auf Gott zählen. Vergesst nie, dass ihr nur durch die Vorsehung am Leben gehalten werdet, die der Faden ist, der euch mit Gott verbindet. Deshalb zerreißt ihn nie, sonst werdet ihr in die Leere fallen. Ich möchte euch darin ermutigen, denn, wie euch Jesus versichert hat, wird jeder, der alles verlässt, das Hundertfache erhalten und das ewige Leben.
Ich segne euch mit dem Segen des Lichtes, der Kraft und des Friedens, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
¹Im italienischen Bibelzitat wird, anders als im Deutschen, das Wort consacrare verwendet, das Weihe bedeutet.
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Die intime Beziehung mit Gott
24. April 2010
Ich grüße euch, liebe Leser! Ich hoffe, ihr hattet ein frohes Osterfest der Auferstehung mit Jesus. Wir nähern uns dem Hochfest von Pfingsten. Der Katechismus der Katholischen Kirche¹ ruft uns die tiefe Bedeutung dieses Hochfestes in Erinnerung. Es heißt: „Fünfzig Tage nach seiner Auferstehung spendet der verherrlichte Jesus Christus an Pfingsten den Geist in Überfülle. Er macht ihn als göttliche Person offenbar, so dass die heilige Dreifaltigkeit voll und ganz geoffenbart ist. Die Sendung Christi und des Geistes wird zur Sendung der Kirche. Diese Sendung besteht darin, das Mysterium der Gemeinschaft der Dreifaltigkeit zu verkünden und auszubreiten.“ (Kap. III § 144).
Es ist also für jeden von uns grundlegend, in einer immer engeren Beziehung mit dem Heiligen Geist zu leben, damit Er uns führt, heiligt, in Christus leben lehrt und uns sendet, um vom Leben Christi Zeugnis abzulegen. Um euch dabei zu helfen, möchte ich euch in diesem Monat eine Botschaft vorschlagen, die ich zur Pfingstvigil 1999 vom Heiligen Geist erhalten habe und in der von der Notwendigkeit gesprochen wird, die wahre Vertrautheit mit Gott zu leben, die die Grundlage des geistigen Lebens ist.
Ich wünsche euch, die Gnade und die Kraft des Heiligen Geistes zu empfangen, um schon hier auf Erden immer mehr in der Seligkeit des göttlichen Lebens versenkt zu leben. Es könnte einer Utopie gleichen, ist aber keine. Wir alle können sie mit der mächtigen Hilfe des Heiligen Geistes erreichen, der uns dahin führt, die Größe und die Güte Gottes Tag für Tag zu erfahren.
Ich grüße euch herzlich in Christus.
Botschaft des Heiligen Geistes vom 22. Mai 1999, Pfingstvigil
„Ich segne euch an diesem Abend der Pfingstvigil. Ich möchte euch daran erinnern, dass im geistigen Leben jede eurer Anstrengungen vergeblich ist, wenn ihr nicht eine intime Beziehung mit Gott lebt. Es sind wenige Seelen, die Gott entdeckt haben, auch unter denen, die sagen, ihm anzugehören. Nur wenige Seelen haben Gott als Freund entdeckt, und noch weniger als Vater.
In fast allen von euch fehlt die Vertrautheit mit Gott. Es fehlt die Fähigkeit, in die Stille einzutreten und Gott als einen Teil des eigenen Lebens zu spüren. Und doch seid ihr alle berufen, den innigen Kontakt mit mir zu spüren. Ihr habt dazu die Möglichkeit, wenn ihr mich liebt und wenn ihr fähig seid, euch in euch selbst zurückzuziehen, in den tiefsten Teil eures Seins, in dem ich lebe, der so geheimnisvoll, geheim und unantastbar ist. Ihr müsstet diesen Kontakt als etwas spüren, das euch fruchtbar macht, denn ich bin der Geist Gottes, der Geist des Lebens. So wie in der Intimität zwischen den Eheleuten das Leben empfangen wird, so empfängt auch die Seele in der Intimität mit Gott das Leben Gottes. Ich lade euch zu dieser Intimität ein, ohne die ihr mich nicht finden könnt. Ihr könnt mich nicht in den außergewöhnlichen Phänomenen finden, auch nicht dort, wo Lärm und Verwirrung herrschen und zu viele Worte sind. Ihr könnt mich nur in der Intimität eurer Seele und eures Lebens finden.
Ich bitte euch niemandem zu erlauben, eure Intimität mit Gott zu entweihen, und es so einzurichten, dass euer Innerstes nur Ihm und euch gehört und niemand anderem. Lasst nicht zu, dass das Gift der Welt, das was schmutzig und niederträchtig ist, in euch eindringt und jene Intimität entweiht, die auch euer Heiligtum ist. Hier im Heiligtum eurer Seele, müsst ihr in Stille, kniend euren Gott anbeten.
Ich bitte euch auch, die Intimität jeder Seele zu respektieren, sie immer zu respektieren. Vor allem von den Priestern verlange ich: helft jeder Seele, die euch anvertraut ist, in sich den Raum der Intimität mit Gott zu finden, lehrt sie, diese in den anderen zu respektieren. Indem man einander hilft, die Vertrautheit mit Gott zu leben und die Intimität in allen zu respektieren, wächst eine gesunde Gemeinschaft. In diesem sich Respektieren, entsteht die Kirche, die wahre, die das Heiligtum der Liebe ist.
Die Intimität der Person zu respektieren bedeutet nicht, dass die Person nicht korrigiert werden soll. Ich wende mich noch einmal an die Priester, aber auch an die Eltern und an die Erzieher: lasst die Person reifen, damit sie frei ist, vor Gott zu wachsen. Nicht frei, um das zu tun was sie will, sondern frei, weil sie, in ihrer Freiheit zu wachsen und zu entscheiden, angenommen und respektiert wird. So handelt Gott, der immer eure Freiheit respektiert. Lasst immer zu, dass Gott das letzte Wort hat und nicht ihr, auch wenn ihr Priester oder Erzieher seid. Lasst Gott in jedem sein Werk tun. Eure Aufgabe ist es, den Boden vorzubereiten, wie der Gärtner den Boden für den Samen vorbereitet, den Samen jedoch lässt nicht er wachsen. Deshalb empfehle ich euch, die Dinge mit Feinfühligkeit, aber mit Klarheit zu sagen. Helft den Personen, die euch anvertraut sind, zu einer klaren existenziellen Entscheidung zu gelangen. Manchmal können die Seelen nicht erkennen, was für sie wirklich gut ist, da sie nur ihrem Egoismus folgen. Dann lasst zu, dass jeder sich in der Freiheit entscheiden kann, nichts anderes wird von euch verlangt.
Euch allen sage ich: eure Aufgabe ist es, euren Brüdern die Wahrheit zu zeigen und sie, soweit es an euch liegt, zur Wahrheit zu bringen. Respektiert immer die Entscheidungen der anderen, auch wenn sie schmerzlich sind, so wie ich sie respektiere, auch wenn ich sehe, wie viele verloren gehen. Viele von euch gelangen vor das Heiligtum der Wahrheit und treten dort nicht ein. Es ist schrecklich! Es ist wie auf der Türschwelle zum Festbankett, wo der Tisch mit Gutem überreich gedeckt ist, vor Hunger zu sterben. So leben und erlöschen viele Seelen.
Die Erziehung und Bildung, die die Person nicht in ihrer Intimität respektiert, vor allem in ihrer Intimität mit Gott, stellen regelrecht eine Form der Gewalt dar. Der Seele einer Person wird beim Reifen und Wachsen nicht geholfen, sondern ihr wird Disziplin eingeschärft. Der Raum, der ihrer Intimität gehört, wird von der Regel eingenommen, von Formen und Gesetzen. So glaubt man, dass eine Person gut und heilig ist, weil sie die Regeln respektiert, doch das entspricht nicht immer der Wahrheit. Sicherlich sind Disziplin und Respekt der Regeln notwendig, jedoch ohne Zwang, ohne Pflicht und ohne jegliche Gewalt. Die Person, der geholfen wird, im Glauben an Gott und im Respekt zum Nächsten zu wachsen, orientiert sich mit Natürlichkeit auf die wahre innere Disziplin hin, die von den Gesetzen Gottes kommt, die in jedem von uns eingeschrieben sind. Hingegen geschieht oft ein großes Drama in der Phase des Wachstums, da die Führung der Seelen nicht mir überlassen wird, sondern dem menschlichen Verstand, der menschlichen Wissenschaft, der menschlichen Angst; und Angst bringt Angst hervor.
Frage: „Was geschieht mit Personen in jenen Bewegungen oder Sekten, die Gott zurückweisen und in vielen Fällen Satan anbeten?“
„Wenn ich von schlechter Erziehung spreche, beziehe ich mich nicht nur auf gewisse Sekten und sogenannte geistige Bewegungen, die sich Gott widersetzen, und wo wirklich viel Gewalt herrscht. Leider beziehe ich mich auch auf gewisse christliche Wirklichkeiten, in denen Gewalt auf die Seelen ausgeübt wird – wenn ihr nur wüsstet wie viel! Glaubt nicht, dass in religiösen Kreisen die Personen mehr respektiert werden als anderswo, und dass sie besser gelenkt werden: wenn meine Führung fehlt, ist die Ebene die gleiche. In vielen christlichen Bewegungen, Gemeinden der Gläubigen und religiösen Orden, gibt es jene, die beten und beten, die als Gerechte auftreten und den Mund mit Anrufungen an den Heiligen Geist füllen, mich aber nicht kennen, weil sie mich nicht lieben und sich mir nicht hingeben. Sie bleiben Egoisten und Heuchler. So sind sie nicht von Gott geführt und können andere nicht führen, sie sind Blinde, die andere Blinde führen. Sie urteilen über die anderen und nicht selten bereiten sie ihren Mitmenschen ungeheuren Schaden und das Schlimmste, sie tun es im Namen Gottes. Niemand kann ohne mich den anderen wirklich helfen!“
„Ich möchte dich, Heiliger Geist, um die Gabe einer lebendigen und vitalen Beziehung mit den Drei Personen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit bitten und um die Gnade, diese Beziehung mit Verantwortung zu leben. Gib mir und uns diese Gnade.“
„Worum du bittest, ist eine große Gabe und gleichzeitig eine große Errungenschaft. In der Beziehung mit der Allerheiligsten Dreifaltigkeit ist die Grundlage des ganzen geistigen Lebens und der Theologie enthalten, es gibt nichts Wichtigeres als das. Der Mensch müht sich damit ab, zu studieren, wer Gott ist, wie Er zu finden ist, was Er macht, welche Eigenschaften Er besitzt ohne zu verstehen, dass das, was wirklich zählt, seine Beziehung mit Gott ist. Denn in der intimen Beziehung mit dem Dreieinen Gott befindet sich das Wesentliche des Lebens und alles, was im Leben und über das Leben hinaus nötig ist. In eurem Leben in Gott und mit Gott werden euer Sein, eure Intelligenz und all eure Fähigkeiten erneuert und finden ihr richtiges Ausmaß. All das müsst ihr jedoch aufrichtig wollen und es mit Demut suchen, da Gott euch nichts aufdrängt, nicht einmal seine Liebe. Er sucht euch ständig, zwingt euch aber nicht, er liebt euch, unterdrückt euch aber nicht, will euch, beherrscht euch aber nicht, er lässt euch die Freiheit zu entscheiden und zu verstehen, wo sich das Leben befindet.
Ich segne euch heute, damit in euch immer das Verlangen nach Gott sei, aufrichtig, klar, ohne Ambitionen und Kompromisse, dann wird euch meine Führung nicht fehlen, um euch dorthin zu führen, wohin ich euch bringen soll, und zwar zum Vater durch den Sohn. Jesus und ich wirken unaufhörlich, damit jeder von euch zur Fülle gelange, und alles, was wir tun, tun wir zu eurem Besten, für euer Leben. Alles geht über unsere Leben, um euch in das Leben des Vaters zu führen.
Ich liebe euch sehr und beschützt euch. Ich gebe euch die Gnade, damit sich in euch und in den Seelen eurer Brüder und Schwestern ein immer größerer Raum öffne, der Raum des Lebens, das zwischen dem Geschöpf und dem Schöpfer fließt, den Raum der unendlichen Liebe, die euch ständig erneuert.
Ich segne euch im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
¹ Kompendium
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Den Tod und das Reich des Todes
durchqueren und besiegen
26. Februar 2010
Die Fastenzeit hat begonnen – intensive Vorbereitungszeit auf Ostern. Ich denke, dass wir alle Jesus in seinem österlichen Übergang vom Tod zum Leben folgen wollen, einem Übergang, der auf jeden einzelnen von uns in allen möglichen Lebensumständen zukommt. Wir wissen nur zu gut, dass unser Dasein voller Umstände ist, die nicht immer rosig sind. In der Familie, am Arbeitsplatz, in den Beziehungen mit anderen, in den verschiedenen Schwierigkeiten, die uns jeden Tag erwarten, können wir uns entscheiden, diese Ereignisse passiv zu ertragen oder das zu tun, was Jesus getan hat: jede Prüfung in einen Sieg zu verwandeln, jeden Tod in eine Auferstehung . Wie? Indem wir Gott unsere Schwierigkeiten übergeben, zu ihm unsere Herzen und unsere Gedanken erheben, mit Glauben beten und fest daran glauben, dass Er das Böse in Gutes verwandeln kann, aufgrund der großen Liebe, die Er für uns hegt. Oft beten wir um etwas, was uns am Herzen liegt und nicht immer erhalten wir es – wir sind enttäuscht und beginnen, mit dem Herrn zu diskutieren. Ich persönlich habe durch die Prüfungen des Lebens erkannt, dass die tiefe Bedeutung des Gebets nicht die ist, Gott darum zu bitten, das zu verwirklichen, was wir uns zurecht gelegt haben. Der Zweck des Gebetes ist hingegen der, jede Situation vor Gott hinzutragen, sie in seinen Hände zu lassen und zu erlauben, dass Er alles so löst, wie Er es vorgesehen hat, denn seine Vorsehung übersteigt all unsere Vorstellungen.
Am 28. Februar 2001, Aschermittwoch, habe ich, während ich betete, eine Botschaft vom Heiligen Geist erhalten. Ich möchte sie euch zur Verfügung stellen, weil sie mir als Begleitung während der Fastenzeit hilfreich erscheint. Von Herzen wünsche ich euch, dass ihr die Nähe Jesu in dieser Zeit erfahren könnt, soweit, dass ihr ihn in eurem Geist lebendig und auferstanden fühlt, nicht nur zu Ostern sondern in jedem Tag eures Lebens.
Hier also die Botschaft:
“Ich segne euch am Beginn der Fastenzeit, damit ihr das Geheimnis immer tiefer verstehen könnt.
Als Kinder Gottes und Kinder der Auferstehung seid ihr aufgefordert, den Tod und das Reich des Todes zu durchqueren, um beide zu besiegen. Macht euch keine Sorgen, wie und wann das geschieht, seid euch lediglich bewusst, dass euch für eine solche Aufgabe die Gnade geschenkt wurde, dass ihr diese Aufgabe nicht alleine vollenden müsst sondern ich in euch und durch euch. Dafür möchte ich euch einige Schritte aufzeigen.
Zuallererst bitte ich euch, euch keine Sorgen zu machen. Je mehr von euch gefordert wird, desto größer ist die Gnade, die ihr dafür erhaltet. Gott bittet euch niemals, Schritte zu tun, die eure Fähigkeiten übersteigen. Versucht deshalb, alle Sorgen von euch abzuschütteln.
Ich empfehle euch, vor allem Jesus in dieser Zeit nachzufolgen: ihr werdet in der Liturgie hören, wie Jesus sich darauf vorbereitet, den Tod zu durchqueren, um in seine Herrlichkeit einzugehen. Folgt ihm als eurem Meister und Hirten, indem ihr sein Leben nachahmt. Ich lade euch ein, euer Leben immer mehr dem Geist Christi anzugleichen, ihm immer ähnlicher zu sein, euch durch ihn verwandeln zu lassen, zu erlauben, dass Er in euch regiert, denn das ist das Reich Gottes.
Ich bitte euch, Vertrauen in das Leben Gottes zu haben, das in euch ruht, ungeachtet eurer Schwäche. Bemüht euch, es niemals an diesem Vertrauen in euch selbst fehlen zu lassen. Gesteht euch euren wahren Wert zu, haltet euch für würdig dem Herrn gegenüber, der euch berufen hat. Ohne euch besser oder schlechter als die anderen einzuschätzen. Seid euch vielmehr bewusst, dass ihr Tempel Gottes seid. Deshalb versucht, mit meiner Hilfe und unter meiner Führung zu einer angemessenen Selbsteinschätzung zu gelangen.
Versucht auch zu vermeiden, dass euch Dinge, Personen oder Situationen erdrücken und euch daran hindern, die Würde, Kinder Gottes zu sein, in euch zu entdecken. Das oberste Ziel Satans ist es, euch der Würde, Kinder Gottes zu sein, zu berauben. Deshalb habt Vertrauen in euch als Kinder Gottes, von ihm geliebt und auserwählt. Ihr seid Werkzeuge in den Händen Gottes, und auch wenn das Werkzeug als solches unvollkommen sein kann, so ist Der, der es zum Laufen bringt, vollkommen. Ich bitte euch, habt dieses Vertrauen in Gott und in euch selbst als Werkzeuge Gottes.
Versucht ernsthaft, eure Sünden loszulassen. Ich weiß, dass ihr euch bemüht, besser zu sein, aber das reicht nicht: es ist auch notwendig, dass ihr euch durch eure Sünden nicht lähmen lasst. Deshalb empfehle ich euch, euch nicht in euch selbst zu verschließen wie in einem Gefängnis; überlasst mir die Schlüssel eures Geistes, damit ich euch die Türen öffnen und euch die Freiheit zurückgeben kann. Es ist meine Aufgabe, euch aus der Sünde und dem Tod heraus zu holen, aber ihr arbeitet nicht immer mit mir zusammen und so bleibt ihr in eurer Sünde gefangen. Erlaubt mir, euch in jedem Augenblick zu befreien, weil euer Schöpfer es wünscht, Er will euch frei, denn so hat Er euch geschaffen.
Oft macht ihr den Fehler, euch selbst zu beurteilen und das verursacht euch viel Leid. Versteht hingegen, dass es euch nicht einmal zukommt, euch selbst zu beurteilen. Jede Sünde wird von Gott beurteilt werden. Ich empfehle euch deshalb, euch nicht mehr als notwendig zu demütigen und euch nicht mit Selbstvorwürfen zu quälen. Versteht es vielmehr, eure Sünden und Schwächen anzusehen und sie Gott aufzuopfern, damit Er euch helfen kann, sie ohne Traumen und unnötige Anstrengungen zu überwinden. Ihr werdet die Gnade dafür erhalten, wenn ihr es aufrichtig wünscht.
Ich lade euch ein, barmherzig im Umgang mit dem Nächsten zu sein, die Sünde und die Grenze der anderen so zu betrachten, wie ihr eure betrachten müsstet: mit Liebe, mit Gelassenheit und ohne zu urteilen. Überlasst es dem Herrn, seinen Diener zu beurteilen, ihr aber setzt euren Weg fort. Versucht, euch nicht in den Sünden der anderen zu verschließen, Anstoß daran zu nehmen und zu urteilen. Vertraut alles den Händen Gottes an, dem die Schlüssel des Abgrundes gehören, der sich in jedem Menschen befindet.
Lernt, Gott die Sünden der Menschheit aufzuopfern, wie es Jesus getan hat. So werdet ihr gemeinsam mit Christus zu Priestern des Reiches Gottes, Werkzeuge des Heils, eine Brücke des Lichts zwischen Gott und der Menschheit.
Im Hinblick auf den Verzicht und das Fasten empfehle ich euch, ausgeglichen zu sein. Gott erwartet von euch, dass ihr in allem Gleichgewicht besitzt. Ihn interessieren keine Kraftproben oder menschlicher Heroismus, wenn ihr Buße tut. Gott begnügt sich mit kleinen Verzichten. Seid euch bewusst, dass das, was Gott am meisten gefällt, euer offenes Herz für ihn ist, eure tiefe Bekehrung, die wahrer Verzicht ist. Wahrer Verzicht ist, euch selbst zu entsagen, eurem Egoismus, all dem, was euch daran hindert, zu Gott zu gelangen.
Ich bitte euch erneut darum, mir die Schlüssel eures Lebens zu übergeben, meinem Handeln keinen Widerstand entgegen zu bringen. Der Mensch hat einen starken Hang dazu, die Tür zu seiner Seele zuzusperren und sich die Schlüssel einzustecken. Ich empfehle euch hingegen, mir die Schlüssel zu euren Seelen zu übergeben, damit ich euer Innerstes öffnen und schließen kann, je nach euren Bedürfnissen, die nur ich bis ins Letzte kenne. Ich öffne eure Tiefen, um euch zu helfen, aus euch selbst herausgehen zu können und schließe sie , um euch vor dem Bösen zu beschützen. Alles in euch muss in vollkommenem Gleichgewicht gehalten werden: euch hingeben zu können und euch zu verschließen, wenn es notwendig ist. Ich spreche selbstverständlich nicht von einem Sich-Verschließen im negativen Sinn, sondern als Schutz vor dem Bösen. Vergesst daher, dass ihr diese Schlüssel eingesteckt habt und übergebt sie mir.
Die Schritte, die ich euch aufgezeigt habe, sind wichtig: bemüht euch, sie in die Praxis umzusetzen! Ich segne euch, ich segne euren Weg in der Fastenzeit und alle, die euch am Herzen liegen. Wenn ihr eurem Lehrer nachfolgt, werdet auch ihr für die anderen zum Lehrer, aber haltet euch vor Augen: um Lehrer sein zu können, müsst ihr zuerst Jünger werden. Wenn ihr vollkommene Jünger seid, werdet ihr auch Lehrer sein.
Ich segne euch im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. “
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Die Allerheiligste Jungfrau Maria,
Miterlöserin der Menschheit
02 Februar 2010
Im Buch „Über die große Barriere hinaus“ habe ich keine Reihe von Phänomenen und außergewöhnlichen Erfahrungen vorgestellt. Das war in der Tat nicht meine Absicht. Indem ich den Lesern meine Erfahrungen beschrieben habe, wollte ich vielmehr viele hilfreiche Elemente aufzeigen, um zu erklären, dass sich das ganze Universum auf Jesus Christus hin bewegt, in Erwartung, dass die ganze Schöpfung in ihm wieder vereint wird. Jene, die Christus angehören, wie die Erzengel, die Engel, die Heiligen, die Seelen im Fegefeuer und die Menschen, die Gott treu sind auf der Erde wie auf anderen Planeten, müssen notwendigerweise mit Christus vereint leben, um ihre Sendung zu Gunsten der ganzen Menschheit ausüben zu können. Wir alle erhalten gleichzeitig mit dem Leben, das wir empfangen, auch eine Sendung, die auszuüben ist. Das Sein und das Wirken bilden unsere Identität. Unsere Sendung kann sich aber nicht verwirklichen, wenn wir nicht mit Christus vereint sind. Getrennt von ihm, verlieren wir die Orientierung und finden uns nicht selten dabei wieder, leere Werke zu tun trotz guten Willens. Wir riskieren also, viele Werke im Namen Gottes zu tun, ohne jedoch das Werk Gottes zu vollbringen. Jesus selbst hat uns darauf hingewiesen, als er sagte:“Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen“ (Joh 15, 5).
Wir sind alle zur mystischen Vereinigung mit Christus berufen. Sie ist keine außergewöhnliche Erfahrung, die nur wenigen auserwählten Seelen vorbehalten ist sondern eine vorgeschriebene Etappe für jeden Christen, die gleichzeitig Ausgangs- und Zielpunkt unseres Weges ist. Die mystische Vereinigung mit Christus ist die völlige Vereinigung mit seinem Leben, das uns zur Wirklichkeit des Lebens Gottes führt. Vereint mit Jesus Christus erfahren wir, was es bedeutet, in Gott und mit Gott zu leben. Davon spricht der Hl. Paulus im Brief an die Galater, wo er behauptet:“Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat“ (Gal 2, 20). Die mystische Vereinigung wird nur erreicht durch die aufrichtige und freie Hingabe seiner Selbst an Gott in Christus, durch das Unbefleckte Herz Mariens.
Ich kann bezeugen, dass die Erzengel, viele Heiligen sowie die Brüder der anderen Planeten, die Gott treu geblieben sind und mit denen ich die Gnade hatte zu sprechen, mir immer diesen Punkt bekräftigt haben: dass nichts im Universum getrennt von Jesus Christus existieren kann. Die Macht seines Gedankens stützt das Universum. Satan selbst muss sich mit der unendlichen Macht Christi auseinander setzen, er kann sie zurückweisen aber nicht annullieren oder in Frage stellen, und von Christus wird er endgültig besiegt werden am Ende der Zeiten. Deshalb ist jedes Werkzeug Werkzeug Gottes, wenn es mit Jesus Christus vereint ist.
Im Universum gibt es ein Geschöpf, einzigartig in seinem Wesen und Wirken, dessen Rolle fundamental ist für die, die das Ziel einer tiefen und aufrichtigen Vereinigung mit Jesus Christus erreichen möchten. Dieses Geschöpf ist die Allerheiligste Jungfrau Maria, Mutter Jesu Christi und der Menschheit, Königin des Universums, als die sie nicht nur auf der Erde verehrt wird sondern auch auf den anderen Planeten, deren Menschheiten Gott treu geblieben sind. Ich habe über diese Menschheiten ausführlich im Buch „Über die große Barriere hinaus“ gesprochen.
Wenn die mystischen Vereinigung mit Christus durch die Allerheiligste Jungfrau Maria gelebt wird, werden die begründenden Werte des christlichen Lebens zur Gänze wiedererlangt, sowohl auf der Ebene des Einzelnen als auch der gemeinschaftlichen. Unter diesen Werten erhalten besonders zwei eine neue Bedeutung: das allgemeine Priestertum (das dem Volk Gottes eigen ist) und die Beziehung zwischen Mann und Frau, die in der Einheit und in der Unterschiedlichkeit harmonisch wird.
Um die Sendung der Allerheiligsten Jungfrau Maria besser verstehen zu können, schlage ich euch eine Botschaft vor, in der mir Jesus von seiner Mutter als der Miterlöserin der Menschheit gesprochen hat. Sie ist vom Karsamstag, dem 22. März 2008:
„An diesem Tag erinnert ihr euch an meine Grablegung, an meine Ruhe nach der Passion. Ich aber möchte eure Aufmerksamkeit auf die Figur meiner Mutter lenken, die in diesen Tagen als Schmerzensmutter angerufen wird. Es ist wahr, dass meine Mutter betrübt war – welche Mutter wäre es nicht in einer solchen Lage. Dieser menschliche Aspekt war in meiner Mutter gegenwärtig, so wie in mir als wahrem Gott und wahrem Menschen. Dennoch möchte ich euch einladen, über den menschlichen Aspekt des Schmerzes hinauszugehen, und heute meine und eure Mutter nicht als Schmerzensmutter zu verehren sondern als Miterlöserin der Menschheit, als jene, die im Universum den Weg zur mystischen Vereinigung mit mir zugänglich gemacht hat.
Als ich am Kreuz starb, befanden sich um mich herum niemand außer meiner Mutter, die sich mit meinem Opfer vereinte. Die Frauen und die Apostel liebten mich gewiss, aber sie hatten nicht verstanden, was sich vor ihren Augen vollzog. Sie hatten noch nicht die Salbung des Heiligen Geistes empfangen, um vollkommen verstehen zu können, was es bedeutet, sich dem Vater in Vereinigung mit mir aufzuopfern. Sie würden es später verstehen.
Meine Mutter hingegen war darauf vorbereitet. Sie musste es sein, weil ich nicht allein auf dem Kreuz sterben konnte. Ich musste mit meinem Opfer all jene vereinen, die sich mir, die Jahrhunderte hindurch, hingegeben hätten. Maria war das erste menschliche Wesen im Universum, das sich vollkommen mit meinem Opfer am Kreuz vereint und völlig an meiner Auferstehung teilgenommen hat. Meine Mutter war das erste lebendige Wesen, das mit mir den Osterdurchgang vollzogen hat. Alle anderen haben gemeinsam mit ihr, durch sie und nach ihr eingewilligt. Auch die Menschheiten der anderen Planeten, die Gott vom Augenblick der Schöpfung an treu sind und die mit ihrem Gebet, meinen Weg auf Erden begleitet haben, haben sich mit Maria im Moment meines Opfers vereint. Deshalb kann sich die Menschheit nicht mit mir vereinen außer durch Maria. Der Durchgang durch ihr Unbeflecktes Herz ist obligatorisch für alle, die zur mystischen Vereinigung mit mir gelangen wollen. Meine Mutter ist diejenige, die den Weg zugänglich gemacht hat, das erste Geschöpf, das die völlige und vollkommene Vereinigung mit mir auf dem Kreuz, über das Kreuz hinaus, für die Ewigkeit, erreicht hat. Deshalb ist sie die Miterlöserin der Menschheit und deshalb muss sich die Menschheit an sie wenden.
Dies wird auf der Erde nicht verstanden: Maria, die Miterlöserin, ist für viele ein Stein des Anstoßes. Mit großem Schmerz muss ich feststellen, dass ein Teil der Kirche sich Maria widersetzt, obwohl die Kirche sie dem Anschein nach anruft. Mit den Lippen ehrt sie Maria, im Herzen aber weist sie sie zurück. Sogar viele Hirten entfernen die Gläubigen von Maria mit den verschiedensten Rechtfertigungen. Ich aber sage euch, die Kleinen daran zu hindern, zu Maria zu kommen, bedeutet zu verhindern, dass sie zu mir kommen. Das ist eine große Sünde! Bei den Kleinen Anstoß zu erregen, indem man verhindert, dass sie zur Mutter gelangen, ist eine große Sünde! Ich wiederhole es euch: ihr könnt euch nicht völlig mit mir vereinen ohne Maria.
Sucht meine und eure Mutter, sprecht mit ihr und von ihr. Versucht sie im richtigen Licht zu sehen, im Licht des Heiligen Geistes, von dem sie durchdrungen ist. Betrachtet nicht mehr nur die Mutter, die über den Verlust des Sohnes betrübt ist, schaut auf sie als die Mutter Mitterlöserin, ganz rein, ganz heilig und mächtig, vereint mit dem Sohn, jene, die der Menschheit auf dem Weg der Erlösung zur Seite steht, jedem einzelnen die richtige Richtung weisend.
In meiner Mutter ist, vor jedem anderen, mein Osterdurchgang vom Tod zum Leben, Fleisch und sichtbar geworden. Ihre Gegenwart unter den Aposteln war fundamental: nachdem sie den Heiligen Geist empfangen hatten, haben die Apostel und Jünger alles verstanden, doch durch Maria sind sie völlig in mein Opfer eingetreten und haben sich mit mir vereint.
Maria wurde unter dem Kreuz Mutter der Menschheit, in dem Augenblick, in dem sie sich mit meinem Opfer vereint hat. Sie hat der ganzen Menschheit den Weg zur Vereinigung mit mir zugänglich gemacht, da sie die neue Menschheit geboren hat, dessen Erstlingsfrucht das Priestertum ist, da das neue Volk ein priesterliches Volk ist. Ein Volk, das sich nach dem Beispiel Mariens, mit Maria und durch Maria, mit meinem Opfer vereint hat, um in meine Auferstehung einzutreten. Dann ist verständlich, dass ohne Maria sowohl das allgemeine Priestertum als auch das amtliche seine Fülle nicht erreichen kann.
Das Werk Gott Vaters durch mich ist ein Werk, das Fleisch wird. Der Vater hat mich auf die Erde gesandt, und hier habe ich Fleisch angenommen. Durch meine Fleischwerdung habe ich unter die Menschen den Willen des Vaters gebracht. Auch mein Werk bedarf der Fleischwerdung in der Menschheit. Und in wem sollte es vor allem Fleisch werden, wenn nicht in Maria, meiner Mutter, die meinem Körper das Leben weitergegeben hat? Und soll sie etwa nicht auch meinem mystischen Körper das Leben weitergeben?
Ich sage euch auch, dass wir in Zeiten eintreten, in denen die Gegenwart der Frau im Volk Gottes ihre richtige und würdige Stellung finden muss, denn die Frau ist diejenige, die gebiert und in sich das Prinzip des Lebens trägt. Der Mann kann nicht von der Frau getrennt existieren. Es kann keine Sendung eines einzelnen Mannes, einer einzelnen Frau mehr geben oder eines Mannes und einer Frau, die zusammen leben, jedoch innerlich voneinander getrennt sind, wie es leider in vielen Beziehungen geschieht. Die Frau auf der Erde lebt in einer schwierigen Situation: verkannt, ausgenützt und misshandelt, hat sie ihren Platz noch nicht gefunden, nicht einmal in der Kirche.
Im Gesetz des Lebens steht geschrieben, dass Gott den Mann und die Frau geschaffen und ihnen befohlen hat, zu wachsen und sich zu vermehren. Es handelte sich dabei nicht nur um die Einladung, sich zu vereinigen, um sich fortzupflanzen und so die menschliche Gattung aufrechtzuerhalten. Es war etwas viel Größeres: der Wunsch Gottes, dass Mann und Frau gemeinsam das Leben in all seinen Formen hüten und wachsen lassen und es an die ganze Schöpfung weitergeben würden. Das Leben ist Fundament des Universums. Es stammt von Gott, als seine Gabe, und kann nur weitergegeben werden durch den Mann und die Frau, die mit mir vereint sind, vereint in mir im Herzen Mariens. Hier entspringt auch die Sendung der ganzen Menschheit, und zwar jene, die von Anfang an vorgesehen war und die die Erbsünde entstellt hat: das Universum an der Seite Gottes zu regieren, und dabei das göttliche Leben allen Geschöpfen zu geben. Männer und Frauen der Erde überlegt und seht, wie weit ihr von all dem entfernt seid und wie elend eure Lage ist!
Ich wünsche, dass ihr begreift, wie mein Herz und das Herz meiner Mutter eins sind. So wie wir auf der Erde vereint waren, so sind wir es im Himmel. Ich habe euch meine Mutter gegeben. Indem ich sie Johannes gab, habe ich sie jedem einzelnen von euch gegeben und der ganzen Menschheit, nicht nur der auf der Erde. Ich fahre fort, sie euch als Beispiel zu geben, als Schutz, als diejenige, die euch in allem beisteht, an die ihr euch so richten könnt, wie ihr euch an mich richtet. Sie liebt euch so, wie ich euch liebe. Gemeinsam mit ihr werdet ihr Wunder vollbringen! Und vergesst nicht den Heiligen Josef mit dem glühenden Herzen, meinen Nährvater auf Erden, den Gerechten schlechthin. Niemand war so gerecht wie er, seine Gerechtigkeit hat die vieler anderen übertroffen, und die Macht seines Geistes ist unermesslich. Maria und Josef sind für euch eine Mutter und ein Vater auf dem Weg, so wie sie es für mich waren, und ihnen möchte ich euch anvertrauen.
Ich segne euch im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“.
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Alpha und Omega
8. August 2009
„Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt.“ (Offb. 1,17-18)
Diese Worte aus der Offenbarung haben mich immer beeindruckt, weil sie gut ausdrücken, was meine Seele als das Wesentliche des Lebens erkennt: Jesus ist der Herr. Ihm gebührt, dass wir uns und alle Dinge ihm unterwerfen, um das wahre Leben leben zu können, und um vor dem Bösen beschützt zu sein.
„Alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen“ (Kol. 1,16). Ich habe erfahren und erfahre weiterhin täglich, dass mein Leben und alles, was mich umgibt, aus dem Herzen Christi hervorquillt und zu ihm zurückkehrt, im unaufhaltsamen Fließen des göttlichen Lebens, das das Universum trägt. Deshalb glaube ich, dass alles unausweichbar zu Jesus zurückkehren muss, denn in Ihm hat es seinen Ursprung. „Denn in ihm wurde alles erschaffen, im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare… Er ist der Ursprung… „(Kol. 1, 16-18). Der Lauf des Lebens führt zum Ursprung zurück, der Mensch aus Staub kehrt zum Staub zurück, der Christ wird in Christus geboren, um zu ihm zurückzukehren und durch Ihn zum Vater. Ich glaube, dass niemand wirklich glauben kann, zu Gott gelangen zu können, ohne Jesus Christus, der Weg, Wahrheit und Leben ist.
Ich bin überzeugt, dass das Leben, das Gott aufgeopfert ist, uns genau zu dieser Erkenntnis bringen müsste, dass wir ganz Jesus angehören müssen, um in das Leben des Vaters eintreten und vom Heiligen Geist geführt werden zu können, der uns formt und reinigt. Von dieser Erkenntnis aus müsste auch unsere Sendung, das Werk, das Gott jedem einzelnen von uns anvertraut, ausgehen: an Den zu glauben, den der Vater gesandt hat, Jesus Christus (Joh. 6,29).
Ich persönlich wünsche, dass mein Leben eine ständige „Vereinigung in Jesus Christus“ (Ef. 1,10) sei, was konkret bedeutet, mich völlig Jesus zur Verfügung zu stellen, zuzulassen, dass Er mein Leben regiert und meine Schritte dorthin lenkt, wohin Er es will und weiß. Ich möchte darauf verzichten, es selbst zu tun, mit Hilfe seiner Gnade möchte ich mich von mir selbst lösen, von meinen menschlichen Wünschen, die häufig nur Quelle der Enttäuschung sind. Ich möchte sein wie die Allerheiligste Jungfrau Maria, seine Magd und darum bitten, dass in mir sein Wort geschehe. Ohne Jesus würde mein Leben nicht nur nicht existieren sondern hätte auch keinerlei Sinn, wäre vielleicht nicht einmal nützlich, denn was könnte ich von mir selbst aus geben? Wir alle brauchen den Großen Hirten der Schafe, damit er uns führt, denn in Ihm wohnt die Fülle (Kol. 1,19) und „aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade“ (Joh. 1,16). Ohne Gnade erlischt das Leben und wird zu einem Überleben.
Die Kirche zeigt uns die Allerheiligste Jungfrau Maria als Beispiel für jeden Christen für ein authentisches Leben in der Gnade und in der Hingabe. Ich kann sagen, dass die Muttergottes Jene ist, die ich immer neben mir fühle, die mich in jedem Augenblick stützt und mich ermutigt, auch wenn ich müde bin. Ich glaube, dass niemand mehr als Sie wünscht, uns zu Jesus zu bringen und uns zu Füßen ihres Sohnes zu legen. Ich bin überzeugt, dass die Allerheiligste Jungfrau Maria niemanden von uns im Stich lässt bis wir nicht irgendwie in das Herz Gottes eingetreten sind. Im Übrigen ist die Mutter jene, die immer bei uns bleibt auch dann, wenn es alle anderen leid sind und sich davon machen.
Ich weiß, dass ich nicht ganz Christus angehören kann, in Ihn „vereint“ sein kann, wenn ich nicht bereit bin, auch meine Feinde Jesus zu unterwerfen. Ich denke da nicht nur an meine äußeren Feinde, sondern vor allem an die viel hinterhältigeren, die sich in mir verbergen: Ängste, Ambitionen, menschliche Berechnungen, Unterwürfigkeit, List, etc. Ich muss zulassen, dass Jesus Christus mit seiner Liebe, mit seiner Barmherzigkeit, mit seiner Weisheit all diese Feinde beherrscht. Das gleiche gilt auch für die äußeren Feinde: es steht mir nicht zu zu richten, weil ich nicht gerecht bin. Es steht mir zu, Gott auch jene aufzuopfern, die mich hassen und in Seiner Liebe zu bleiben, um meinerseits Liebe und Segen für die Gerechten und die Ungerechten zu sein. So werde ich in Christus auch meine Feinde vereinen können.
Ich möchte Jesus auch den Tod unterwerfen, nicht nur den physischen sondern jede Form von Tod: meine Zerbrechlichkeit, meine Sünde, die erlittenen Demütigungen, die erhaltenen Beleidigungen, meinen mangelnden Glauben, meine mangelnde Hoffnung und Liebe, Unterlassungen anderer. Alles möchte ich meinem Herrn übergeben, damit ich endlich demütig werde und so ein fügsames Instrument in seinen Händen bin. Wenn ich demütig sein werde, wird mir der Tod keine Angst mehr machen. Wenn ich alles Gott übergeben habe, was wird mir der Feind meiner Seele noch stehlen können?
Ich bin mir dessen bewusst, dass diese meine schönen Absichten in Wirklichkeit nur schöne Absichten bleiben könnten angesichts meiner menschlichen Grenzen. Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als auch meine Absichten „in Christus zu vereinen“, sie also zu seinen Füßen hinzulegen und ihn zu bitten, dass Er sie mit der Kraft seines Geistes in mir verwirklichen möge. „Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen“ (Joh. 15,5), hat uns der Meister gesagt und ich glaube, dass jeder von uns täglich die Wahrheit dieser Worte erfährt.
Zum Schluss scheint mir, dass alles, was existiert, in Jesus Christus vereint werden muss, um überhaupt existieren und in die neue Schöpfung verwandelt werden zu können, von der die Bibel spricht (Offb. 21,5). Alles, was wir Jesus Christus zu unterwerfen verstehen, wird neu und heilig. So wird sich unser Leben verändern, denn Gott wird in unserer Mitte wohnen. „…Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen…Sie sind in Erfüllung gegangen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende…Wer siegt, wird dies als Anteil erhalten: Ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein“ (Offb. 21, 4-7).
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Ruf und Antwort zur Umformung
des Lebens
25. Januar 2009
Dem Menschen öffnen sich zwei fundamentale Ausblicke auf die Zukunft: jener der menschlichen Wissenschaft und jener des Glaubens. Der eine dürfte den andern nicht ausschließen, aber dem Menschen obliegt die Aufgabe, sich zu orientieren, um zur eigenen Verwirklichung vorzustoßen und sich zum Instrument für die Orientierung der Menschheit zu machen.
Die Humanwissenschaft hat ihre eigene Perspektive. Von der Zukunft des menschlichen Körpers berichtet ausführlich die Revue „Focus Extra“ Nr. 24/2006. Es wird von der Dauer des Menschenlebens von 100 vielleicht 200 Jahren gesprochen. Wie wird dieser Mensch sein? Ich zitiere ab S. 7 der Revue: „Ein Mensch mit sechs Millionen Preisen – künstlichen Armen, Beinen, Knien. Aber auch Herz, Augen und Blase würden im Labor erstellt. Die künftigen Generationen werden über Technologien verfügen, die imstande sind, „Ersatzstücke“ zu liefern.
Die Perspektive des Glaubens geht darüber hinaus und öffnet dem Menschen einen ganz neuen Raum, ohne Lebensende, das vom Tod gezeichnet ist. Jesus redet und bezeugt es durch Seine Auferstehung: die Neugeburt und die Auferstehung des Menschen (Mt 22, 30-31). Dieselbe Sicht wird breit entfaltet durch die Apostel Paulus (1 Kor 15) und Johannes, der eine ganz neue Wirklichkeit ankündigt: „Siehe, ich mache alles neu“ (Offb 21,5).
Das hervorragende Beispiel der Perspektive des von Gott geschaffenen Menschen ist Maria, aufgefahren in den Himmel mit Leib und Seele, ganzheitlich verwirklicht nach dem Plane Gottes. Mehrfach ist sie der Menschheit erschienen, hat sich sehen, berühren, hören lassen, hat jeden dazu berufen, sich zu bekehren und einzutreten in die Perspektive auf die Fülle des Lebens. So ist sie auch in der Pfarrei Medjugorje erschienen, wie es die Seher und viele andere bezeugen.
Aber es genügt nicht, dass die Muttergottes erschienen ist. Man muss sich gerufen fühlen, darauf antworten und sich auf den Weg begeben, um das Ziel zu erreichen. Gott gibt dazu die Gnade und lässt den Menschen frei, zu wählen. Der Mensch muss sich dann entwickeln, muss reifen, um so seine Zukunft in die Hand zu nehmen, wie ihn Gott voraus gesehen hat. So stellt sich der Mensch in den Dienst der Umwandlung der Menschheit.
Die Erneuerung der Menschheit geschah schon immer durch mutige Persönlichkeiten; durch Einzelne, die es verstanden, sich vom Geist der Welt zu lösen, den engen Weg zu wählen, gegen den Strom zu schwimmen, und damit den Weg zur Umwandlung der Menschheit zu öffnen. Danach erst kamen die Massen.
Der Durchgang geschieht immer im Glauben. Hier helfen weder menschliche Kräfte noch Wissen. Der Weg für die Seele öffnet sich nicht, indem man sich auf den Plätzen der Welt – im Geiste dieser Welt – vergnügt, sondern im Gebet, in dem man aufrichtig nach dem Plan Gottes sucht und nach der Gnade, dem Willen Gottes entsprechend zu leben.
Gott steht über allem und über Allen. Er ist die Fülle und die Vollkommenheit. In jedem Schritt hin zur Teilhabe an seiner Fülle, die auch Ruhm und Ehre ist, begegnet der Mensch einer einzigen Forderung: den Willen Gottes erkennen und in die Tat umsetzen. Aber dies verlangt, dass der Mensch sich dazu entscheidet, sich seiner selbst zu entäußern und Gott vor allem und über Allen den ersten Platz zu geben. Dann zeigt sich die Wahrheit Gottes klar und deutlich: Von der Seele fliehen die Schatten, die Dunkelheiten, die Angst, die Schwachheit; Satan findet darin nichts, auf das er sich stützen könnte und flieht voller Zorn. In der Seele weitet sich der Raum für das Licht, die Freude, die Sicherheit und die Kraft. Nach dem Entscheid, Gott zu folgen jenseits von allem und Allen gibt es einen neuen Schritt zu erfüllen. So gingen jene ihren Weg, durch die Gott diese Straße des Heils eröffnete: Abraham, Moses, der Prophet Elias, Maria, die den Durchgang zu Gott vom Unmöglichen ins Mögliche erfüllte, die in sich die Allmacht Gottes erfahren hat. Ihr bedingungsloses „Ja“, den Sohn Gottes aufzunehmen, ließ definitiv den Retter in die Menschheitsgeschichte eintreten. In diesem Durchgang erblüht jede Seele in der Allmacht Gottes und verwirklicht sich.
Diesen Wandel nicht erfüllen bedeutet, sich einzukapseln in das was menschlich ist, in sich selbst, im Egozentrismus, der verschiedene Schattierungen annimmt, gar in satanischen Egoismus münden kann. So hat der reiche Jüngling gefehlt, der gewünscht hatte „das ewige Leben zu gewinnen“ aber nicht bereit war, auf die Reichtümer, die er hatte, zu verzichten: und „der junge Mann ging traurig weg“ /Mt 19, 16-22). Weshalb traurig? Weil die Gnade seiner Seele die Türe geöffnet hatte und er sich ihr entgegen stellte. Die Gnade hat sich zurückgezogen, weil er mit ihr im Konflikt verblieben ist, leidend, innerlich geschlagen, traurig. Er kehrte in seinen Alltag zurück, spürend dass er verloren hatte. So schließt sich jede Seele, wenn sie nicht bereit ist, auf den Ruf Gottes zu hören und darauf zu antworten, in die Dunkelheiten und in das Leiden ein. Auf dieselbe Art die Menschheit: nachdem sie große Gnaden zurückgewiesen hat, kehrt sie zurück auf die früheren Schritte in die Sklaverei und wird noch schlimmer, bis dass sie das Gericht Gottes auf sich zieht, das der Mensch, in seiner Arroganz als „Strafe Gottes“ definiert.
Wer dem Ruf Mariens folgen will, der muss bereit sein, einen Sprung nach vorne in den Glauben zu tun, ein Sprung der sich immer wieder anbietet. Diese Schritte sind der Durchgang auf die fortwährende Erneuerung zu, als Eintritt in die Umformung des Menschen nach dem Bilde Gottes. In demjenigen, der diesen Wegabschnitt erfüllt, manifestiert sich Gott und Gott legt sich selbst Zeugnis ab, wie Er es tut in den Erscheinungen der Muttergottes.
Hast du den Mut, dieses Wegstück zu gehen? Tu den ersten Schritt, dann den zweiten … lerne im Glauben zu wandern. Erhebe dich aus dem Geist der Welt, da ist immer jemand der dich auf die Seite zieht. Du kannst Vater sein, Mutter, Tochter, Freund …. Schließ dich denen an, die den Weg des Glaubens mit dir teilen, wo es jemand gibt, der dich begleitet, dich in deinem Gerufensein unterstützt … Bei deiner Wahl hast du die Gemeinschaft der Kirche nötig.
Gott alles geben will heißen, das eigene Gut vervielfältigen, Gott erlauben, dass er alles umwandle in die volle Verwirklichung. So wird der Mensch sich nicht betrogen sondern belohnt fühlen. Sich selber zu entsagen ist der erste Schritt auf das „Neue Leben in Gott“ hin, das nie verblasst. Die Entscheidung zum Kreuz ist der Verzicht auf die Bitternis der Kreuze, die Teil des vergänglichen Lebens sind; in dieser Wahl wird der Tod besiegt. So tritt man fortschreitend in den Triumph des Unbefleckten Herzens ein und beschleunigt das Kommen Christi, der das Universum erneuern wird. Maria vereint sich völlig der Hingabe des Sohnes am Fuße des Kreuzes und erfüllt so den definitiven Durchgang, um mit Seele und Körper in Seine Herrlichkeit einzutreten. Sie wird Werkzeug, Mutter der Kirche und Mutter der neuen Menschheit.
Gott alles geben durch das Unbefleckte Herz Mariens bedeutet, Gott die Möglichkeit zu geben uns vollkommen zu führen. So werden weder der Schmerz, noch die Demütigung, noch der Tod Bitternis in
dir zurück lassen, sondern dienen deiner Umformung, deiner Umkehr. Satan wird dich nicht mehr ausnützen, noch seinen Hass auf dich werfen können. Gott aber wird durch dich zur Welt sprechen und den Weg für die Menschheit öffnen.
The English version of "Beyond the Great Barrier" is available in PDF format.


